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Marc Petitjean

         

Ich lernte das Fischen wie die Kinder in dem wunderbaren Film “Aus der Mitte entspringt ein Fluss”: als ich 7 Jahre alt war, nahm mein Großvater mich das erste Mal mit zum Fischen. Wir lebten in Frankreich und ich durfte kleine Köderfische fangen.

Einige Jahre später - und mit kräftigeren Armen - fing ich meine erste Forelle, und ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen. Die Rute war 4 Meter lang und aus Bambus, und der Köder war eine naturgetreue Maifliege (Ephemera danica, imago), die man vorsichtig wie eine Schneeflocke behandeln musste.

Meine ersten Erfahrungen im Fliegenfischen sammelte ich mit einer alten gespließten Bambusrute meines Großvaters und einer noch älteren Schnur, die man nach jedem fünften bis zehnten Wurf einfetten musste. Das war zwar keine sehr effiziente Art zu Fischen, aber ich lernte dabei sehr viel!

             

In der Schweiz, wohin ich 1978 zog, kam ich zum ersten Mal mit einer Fliege aus Entenbürzelfedern (CDC-Fliege) in Kontakt. Es war während eines Abendessens mit Fischern, als mein Freund Bruno – er hatte schlechte Augen – mich darum bat, ihm eine gut sichtbare Fliege zu binden, die schön schwimmen konnte. Weil ich wegen dieser Anfrage sehr stolz war und auch mein Gesicht nicht verlieren wollte, begann ich, die ortsüblichen CDC-Fliegen zu studieren. Diese Muster hatten CDC-Nackenhaare, keine Flügel und klassische Körper aus Seide oder anderen Materialien. Besorgt, diese Fliegen nicht kopieren zu wollen, entwickelte ich ein neues Konzept, auch den Körper mit einer Entenbürzelfeder zu binden. Das Resultat war ein perfekter konischer Körper, der sehr schön auch in Stromschnellen und reißendem Wasser schwamm. Bruno und später auch viele andere Fischer in Europa waren begeistert von der neuen, effizienten Art, Fliegen zu binden.

Ich bin nun seit 1990 beruflicher Fliegenbinder und heute sind mehr und mehr Fischer davon überzeugt, dass diese kleinen und unscheinbaren Federn das Beste sind, was ein Fliegenfischer um einen Haken gebunden haben kann. Sie sind gut für Trockenfliegen, für Aufsteiger, Nymphen, Streamer und sogar für Lachsfliegen sowie Meerwasser-Fliegenmuster. Ich liebe sie, und ich bin sicher, Sie werden sie auch lieben!

Während der letzten 20 Jahre habe ich tausende von Fliegen gebunden. Ich hatte auch Zeit nachzudenken und verschiedene andere spezielle Produkte für Fliegenfischer und -binder zu entwickeln, wie eine Fliegenfischerweste, den MP-Vise Fliegenbindestock, das Magic Tool, den Magic Head und zuletzt den Schweizer Fliegenbindestock. Diese sind weltweit anerkannt und gewannen nicht weniger als 16 internationale Preise.

Meine Auffassung von Produktdesign ist, praktische und formschöne technische Produkte für das Vergnügen zu entwerfen, das uns der wunderbare Sport Fliegenfischen bereitet.

Sie treffen mich an meinem Stand im Stadtsaal an.